Wie erklärt ihr die Liebe?

Es gibt sicherlich kein Thema, mit dem sich so viel Literatur und Lyrik befasst hat, wie die Liebe. Der Begriff der Liebe ist ein zentraler im Neuen Testament, in dem Jesus die Liebe Gottes verkündet und die Menschen auffordert, selbst ihre Feinde zu lieben. Viele Gläubige berichten davon, dass sie die Liebe Jesu oder Gottes in ihrem Inneren spüren. Und viele leiten daraus ab, dass dies ein Beweis für die Existenz Gottes sei. Dieses Gefühl, das nur von der menschlichen Seele empfunden werden könne, entziehe sich dem wissenschaftlichen Nachweis und sei nicht ohne Gott erklärbar.

Es ist nicht überraschend, dass der Mensch als “Betroffener” einen sehr verklärten Blick auf die Liebe hat. Bevor wir uns näher damit befassen, was die Wissenschaft zu dem Thema zu sagen hat, ist es zunächst wichtig, zu definieren, um was es geht. Die Liebe äußert sich in mehreren, recht verschiedenen Varianten:

1. Die junge Liebe zwischen Mann und Frau, die von rein platonisch bis körperlich reicht.

2. Diese ändert im Laufe einer längeren Beziehung ihren Charakter, nennen wir sie die Liebe zwischen Partnern.

3. Die Liebe von Eltern zu ihren Kindern, insbesondere die Mutterliebe.

4. Die Liebe von Kindern zu ihren Eltern, die von durchaus anderer Natur ist.

5. Die Liebe oder Freundschaft zwischen Verwandten oder Freunden.

6. Das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb von Gruppen mehr oder weniger bekannter Menschen mit gemeinsamem Hintergrund (vom Verein bis zum Nationalitätsgefühl).

7. Die Sympathie für andere Menschen schlechthin (dies schließt die vom neuen Testament gepredigte Nächsten- und Feindesliebe ein).

Man könnte nun als 8. und 9. die Liebe der Menschen zu Gott und die Liebe Gottes zu den Menschen aufführen, die allerdings aus atheistischer Sicht – und um diese geht es ja hier – nicht existieren, sondern irgendwo in den Kategorien oben bereits enthalten sein müssen. Wir werden am Ende dieses Artikels sehen, wo.

Betrachten wir die oben beschriebenen Formen der Liebe einmal aus unverklärter Sicht vor dem Hintergrund der Entwicklung des Menschen. Bei allen handelt es sich um angeborenes Verhalten, das bei allen Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägt vorhanden ist. Aus evolutionsbiologischer Sicht muss es sich also um ein für den Fortbestand der Art wesentliches Merkmal des Menschen handeln. Und vermutlich auch vieler Tiere: Wir können zwar nicht beweisen, dass diese ebenfalls Liebe empfinden, jedoch ist es nicht abwegig, anzunehmen, dass mindestens unsere äffischen Verwandten ein reges Gefühlsleben mit uns teilen, und jeder Hundebesitzer wird beschwören, dass sein Vierbeiner Freude, Trauer und Wut zeigt, vielleicht sogar Liebe.

>> hier weiterlesen

Quelle: http://www.gottlosgluecklich.de

gottlosgluecklich

Interessante Fakten:

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Gedanken abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s