Die Sprache der Natur


Dass heute einzig die menschliche Sprache als Maßstab für Intelligenz und Bewusstsein gilt, geht auf René Descartes zurück, der vor dreihundertfünfzig Jahren behauptete: »Eine solche Sprache nämlich ist das einzig sichere Indiz dafür, dass hinter der Fassade des Körpers ein Denken verborgen ist, und eben dieser Sprache bedienen sich zwar alle Menschen …, aber kein einziges Tier«. Diese verhängnisvolle Auffassung schließt an den Kirchenlehrer Thomas von Aquin an, der bereits im 13. Jahrhundert den Tieren die unsterbliche Seele abgesprochen hatte. Das Schicksal der Tiere auf unserem Planeten war mit Descartes jedenfalls endgültig besiegelt: Wer nicht unsere menschliche Sprache spricht, zieht den kürzeren – wird gemästet, landet auf den Bratenspießen der Menschen, in den Schlachthäusern, Versuchsanstalten und Massenställen. Erst spät – zu spät – registriert nun die Naturwissenschaft, was Tierfreunden, Tierbeobachtern und Tierkennern längst selbstverständlich ist, dass nämlich Tiere sehr wohl ein Bewusstsein haben und über ein weit komplexeres, feineres und präziseres Kommunikationssystem verfügen, als es die menschliche Sprache ist.

Text-Quelle

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Die Sprache der Natur

  1. sternchenschnuppe schreibt:

    Eigentlich unterscheidet sich die Körpersprache von der, der Tiere nicht! Grüßli Sternchen..

  2. Renate schreibt:

    Die Sprache der Tiere?
    Wuff-Miau-Piep-Muhh-Mähhh-Kickerickie- u.s.w. 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s